TP Eben – Berührende Messungen

TP Eben – Berührende Messungen

TP Eben – Berührende Messungen

Hier finden Sie Hinweise zu:
Technische Prüfvorschriften für Ebenheitsmessungen auf Fahrbahnoberflächen in Längs- und Querrichtung Teil: Berührende Messungen (TP Eben – Berührende Messungen Ausgabe 2007) Aufgestellt von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), Arbeitsgruppe „Infrastrukturmanagement“

Die „Technische Prüfvorschriften für Ebenheitsmessungen auf Fahrbahnoberflächen in Längs- und Querrichtung“ (TP Eben) sind in mehrere Teile gegliedert. Der Teil „Berührende Messungen“ befasst sich mit berührenden Ebenheitsmessverfahren. Bei diesen erfolgt eine Erfassung der Längs- und Querunebenheiten, welche die Höhenverhältnisse von Fahrbahnoberflächen wiedergeben – anders als z. B. bei den berührungslosen Messverfahren – ausschließlich bezogen auf eine Länge von 4 m bzw. von 2 m bei Bestimmung der Spurrinnentiefe.

Die Ebenheit der Straße ist eine wichtige Oberflächeneigenschaft. Sie kennzeichnet sowohl den Gebrauchswert als auch gegebenenfalls den
Substanzwert der Straße. Die „Technischen Prüfvorschriften für Ebenheitsmessungen auf Fahrbahnoberflächen in Längs- und Querrichtung“ (TP Eben „Berührende Messungen“) behandeln für den Straßenbau die Überprüfung der Ebenheit bei Abnahme und während der Nutzungsdauer von Deckschichten. Die Messung der Ebenheit von gebundenen Trag- und Binderschichten ist ebenfalls nach diesen Technischen Prüfvorschriften durchzuführen. Für die Ebenheitsprüfung ungebundener Schichten ist das Messverfahren mit der Richtlatte anzuwenden.

Die TP Eben „Berührende Messungen“ der FGSV ist Grundlage für die messtechnische Erfassung der Ebenheit von Fahrbahnoberflächen im Rahmen von
- Überprüfungen der Bauausführung
- Bauabnahmen und Abnahmen bei Ablauf von Verjährungsfristen für Mängelansprüche
- objektbezogene Nachprüfungen in Einzelfällen

Die TP Eben – Berührende Messungen der FGSV enthält Angaben über die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von berührenden
Ebenheitsmessungen.

Planograf, Planograph Der Planograf AX®02 mit Wendeeinrichtung nach TP Eben – Berührende Messungen

Planograf

Planograf

Der Planograf erfasst Abweichungen mittig unter einer 4 m langen Bezugslinie (Nulllinie). Die Messung erfolgt kontinuierlich. Dabei werden die Bewegungen des Messrades unterhalb der Bezugslinie aufgezeichnet. Die Erfassung besteht aus der Messung einer Folge von Abweichungen zur Nulllinie, die bei mechanischen Messwerterfassungssystemen kontinuierlich, bei elektronischen Messwerterfassungssystemen quasikontinuierlich als größter Messwert innerhalb von 10 cm Wegstrecke aufgezeichnet werden.

Der Planograf besteht aus einem Rahmen mit 10 Laufrädern in Längsrichtung mit festgelegten Achsabständen in einer Ebene, einem außerhalb der Laufräderlinie mittig angebrachten Stützrad zur seitlichen Stabilisierung, einem mittig in der Laufräderlinie angebrachten Messrad und einer Zugdeichsel bzw. Anhängerkupplung. Die Messergebnisse können mechanisch oder elektronisch aufgezeichnet werden.

Am Planografen befindet sich eine Registriereinrichtung für die Messwerte (eine Anzeigevorrichtung, eine Schreibeinrichtung bzw. elektronische Erfassungseinrichtung) und ein Distanzmesser (Meterzähler) zur Messlängenerfassung. Die Unterkanten der Laufräder liegen auf einer Geraden, welche die Bezugslinie für die jeweils überfahrene Unebenheit bildet. Der Abstand zwischen der ersten und letzten Radachse beträgt 4 m und entspricht damit der Länge einer Richtlatte. In der Spur der Laufräder ist in der Gerätemitte das Messrad an einem Hebelarm drehbar gegenüber dem Messwagen gelagert. In der Nullstellung liegt die Unterkante des Messrades in der aus den Unterkanten der Laufräder gebildeten Bezugslinie. Bei der Messfahrt führt das Messrad entsprechend des Längsprofils Auf- und Abwärtsbewegungen gegenüber der Bezugslinie aus.

Der Wegstreckenmaßstab für die Aufzeichnung beträgt wahlweise 1:100 oder standardmäßig 1:400, der Höhenmaßstab der Aufzeichnung 1:1.
Durch ein Sichtfenster kann die Aufzeichnung der Messwerte beobachtet werden. Ein Wegmarkenschreiber dient zur Markierung von auffälligen
Ereignissen. Bei Beobachtung des Zeigers ist die Markierung unzulässiger Unebenheiten an der entsprechenden Stelle unmittelbar auf der
Fahrbahnoberfläche möglich.

Planograf, Planograph Der Planograf AX®02 nach TP Eben – Berührende Messungen – im Einsatz.

Aufzeichnungssystem

Aufzeichnungssystem

Planograf mit elektronischem Aufzeichnungssystem:

Die Vertikalbewegungen des Messrades und die Wegstrecke werden elektronisch aufgezeichnet. Die Messung der Wegstrecke erfolgt über einen Impulsgeber am Stützrad, der einen Impuls für jeweils 0,1 m Wegstrecke abgibt.

Die Messung der vertikalen Auslenkung erfolgt durch ein elektronisches Linearmesssystem, das den größten Messwert für jeweils 0,1 m Messstrecke mit einer Auflösung ? 0,2 mm erfasst und aufzeichnet. Mit den Messwerten sind Auffälligkeiten unter Bezug auf das Wegstreckenmaß zu registrieren und abzuspeichern.

Planograf, Planograph Der Planograf AX®02 in einem PKW.

Messgeschwindigkeit

Messgeschwindigkeit

Auswahl der Messgeschwindigkeit:

Es ist grundsätzlich Schrittgeschwindigkeit (ca. 3 bis 6 km/h) zu wählen.
Bei Messungen auf geraden Strecken kann eine Geschwindigkeit bis maximal 8 km/h zugelassen werden.

Davon ausgeschlossen sind Beläge mit grobkörnigen Oberflächen, Strecken mit häufigem Belagswechsel, Bauwerken, Einbauten und dergleichen.

Planograf, Planograph Absicherung mit einer Rundumleuchte.